Heute: Ein verschenkter Traum im Umtrieb der Motoren. Bizarre Beschaulichkeit rund herum. Und auch vorlaute Bauwut am Vollgas. Im Ringen um’s Eingemachte. Ein wahrlich heißer Wettkampf um den Rundensieg. Da schon wieder: Lärm soweit das Auge reicht. Offene Karten gesetzt, taumelnd am krankgerittenen Rennpferd. Jetzt schau doch mal hin, Attersee!
Aber leider, sonnenklar: Eine traurige Tirade im ewig-gleichen High-Speed-Vorbeileben. Der feuchte Durst. Das trübselige Verbluten. Alles ist möglich.
Doch der Attersee, mein Freund, ein Held im Geben und Nehmen, gleichsam bescheiden und eitel. Edelmütig und geduldig. Stolz. Mit einer Ruhe aus der Urzeit. Mit tiefer Weisheit bewegt er dich. Wo du herkommst, wohin du gehst, wo dein Platz ist. Hör ruhig zu.
Und dann: Steh auf und spring. Hinein in die kühle Klarheit. Rein in die sinnliche Fülle des eigentümlich Wahren, Guten und Schönen. Der Attersee, mein Freund.
Autor: Martin Konrad Zopf
[mkz]