Ein weiches, zartes Aufbegehren
ohne Scham gegen die Zeit.
Ein ruppiges Rabaukentum:
Lebe hoch Vergangenheit!
DENk · WORt · WERkSTATt \ FREISiNN
Gute Geschichte. Leben.
Ein weiches, zartes Aufbegehren
ohne Scham gegen die Zeit.
Ein ruppiges Rabaukentum:
Lebe hoch Vergangenheit!
Dein Herz: kein Funke wilden Lebens!
Nur kühle Kabel gekappt
und ein grausig-trauriger Kurzschluss
zum stillen Stein.
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Traumwach im Goldgrün
des Abends, sonnenflach.
Zitterndes Spinnengeflecht
im hauchzarten Schleier.
Ein bräunlich knisternd später Heugeruch:
gepaart im glücklichen Mückentanz.
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Es war einmal ein Raubritter namens Helmbrecht. Der gebürtige Bauernsohn wuchs – wenigstens der Legende nach – im oberösterreichischen Innviertel am Weilhartsforst bei Braunau auf. Ihm war ein treues Leben als Bauer beschert, gemäß dem Stand seiner Familie schon seit Menschengedenken.
Und so sah auch sein Vater, der rechtschaffene Bauer und Gutsverwalter „Meier Helmbrecht“, den aufgeweckten, gut aussehenden Jüngling zeitlebens schon bescheiden und fleißig in seine bäuerlichen Fußstapfen treten.
Doch der heranwachsende Spross träumte ··· >>>
Es ging schleichend. Aber gleichsam – so schien es – ersonnen und orchestriert. So selbstverständlich wie lebenslang eingeübte Exerzitien nach altem Gebot. Eine verborgene Order aus weithin vergangenen Tagen. Geheimnisvoll und sagenumwogen.
Und auf einmal war es ganz still in der Welt. Als hätten die Menschen die Sprache verschluckt, als wären ihre Stimmen – von unbekannter Macht bewogen – stecken geblieben.
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Der Welt wunderlichstes Rätsel,
Zauberspiel aus tiefstem Urgrund,
unstillbare Triebkraft des Lebendigen.
Im ewigen Kreis: Sein und Werden.
Der Sinn:
allem Streben mächtiger Wille,
der siegreich sich nach dem Frieden neigt.
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Erst dein Flügelschlag: Volle Kanone Muskelschmalz. Rauf! Im Kraftakt zum Aufstieg. Dein Herzrasen im Blutzuckerschweiß. Gib alles oder nichts.
Und dann das wohlbestimmte Treiben mit der Welle. Deine Thermodynamik voll und ganz im Gesetz der Resonanz. Allesgeber, Überflieger. Grenzenlos im Rückenwind. Und natürlich: Forever, no return!
Jetzt: Genieß den Flow, wenn er da ist! Samt allen Sinnen, mit Haut und Fleisch.
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Heute: Ein verschenkter Traum im Umtrieb der Motoren. Bizarre Beschaulichkeit rund herum. Und auch vorlaute Bauwut am Vollgas. Im Ringen um’s Eingemachte. Ein wahrlich heißer Wettkampf um den Rundensieg. Da schon wieder: Lärm soweit das Auge reicht. Offene Karten gesetzt, taumelnd am krankgerittenen Rennpferd. Jetzt schau doch mal hin, Attersee!
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Nach vertrockneten Träumen führe ich meine Füße zum Fenster. Auf der Straße köchelt die frühe Arbeit, am Himmel neigt sich der Mond. In freien Schritten gehe ich durch die Tür, über die Treppe hinunter in den Tag, die Ruhe hinter mir.
Am Gehsteig bleibe ich stehen und die Leute gehen mir um die Ohren. Ich nippe die morgendliche Sonne zum heißen Kaffee der Seele. Das Blut rinnt schnell von Kopf bis Fuß.
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Es ist ein Herbst aus dem Bilderbuch, viel Sonne, viel Schatten. Draußen fällt das Laub und gibt freie Sicht auf das Gehölz. Ein warmer Tag weicht einem kühlen Gesicht und die Menschen werden beschaulich.
Ich trinke Tee und schaue in den Innenhof.
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