Ein weiches, zartes Aufbegehren
ohne Scham gegen die Zeit.
Ein ruppiges Rabaukentum:
Lebe hoch Vergangenheit!
DENk · WORt · WERkSTATt \ FREISiNN
Gute Geschichte. Leben.
Ein weiches, zartes Aufbegehren
ohne Scham gegen die Zeit.
Ein ruppiges Rabaukentum:
Lebe hoch Vergangenheit!
Dein Herz: kein Funke wilden Lebens!
Nur kühle Kabel gekappt
und ein grausig-trauriger Kurzschluss
zum stillen Stein.
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Traumwach im Goldgrün
des Abends, sonnenflach.
Zitterndes Spinnengeflecht
im hauchzarten Schleier.
Ein bräunlich knisternd später Heugeruch:
gepaart im glücklichen Mückentanz.
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Es war einmal ein Raubritter namens Helmbrecht. Der gebürtige Bauernsohn wuchs – wenigstens der Legende nach – im oberösterreichischen Innviertel am Weilhartsforst bei Braunau auf. Ihm war ein treues Leben als Bauer beschert, gemäß dem Stand seiner Familie schon seit Menschengedenken.
Und so sah auch sein Vater, der rechtschaffene Bauer und Gutsverwalter „Meier Helmbrecht“, den aufgeweckten, gut aussehenden Jüngling zeitlebens schon bescheiden und fleißig in seine bäuerlichen Fußstapfen treten.
Doch der heranwachsende Spross träumte ··· >>>
Es ging schleichend. Aber gleichsam – so schien es – ersonnen und orchestriert. So selbstverständlich wie lebenslang eingeübte Exerzitien nach altem Gebot. Eine verborgene Order aus weithin vergangenen Tagen. Geheimnisvoll und sagenumwogen.
Und auf einmal war es ganz still in der Welt. Als hätten die Menschen die Sprache verschluckt, als wären ihre Stimmen – von unbekannter Macht bewogen – stecken geblieben.
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Nach vertrockneten Träumen führe ich meine Füße zum Fenster. Auf der Straße köchelt die frühe Arbeit, am Himmel neigt sich der Mond. In freien Schritten gehe ich durch die Tür, über die Treppe hinunter in den Tag, die Ruhe hinter mir.
Am Gehsteig bleibe ich stehen und die Leute gehen mir um die Ohren. Ich nippe die morgendliche Sonne zum heißen Kaffee der Seele. Das Blut rinnt schnell von Kopf bis Fuß.
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Es ist ein Herbst aus dem Bilderbuch, viel Sonne, viel Schatten. Draußen fällt das Laub und gibt freie Sicht auf das Gehölz. Ein warmer Tag weicht einem kühlen Gesicht und die Menschen werden beschaulich.
Ich trinke Tee und schaue in den Innenhof.
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Autor: Martin Konrad Zopf [mkz]
Autor: Martin Konrad Zopf [mkz]
Autor: Martin Konrad Zopf [mkz]