Lebenskunst zwischen Tradition und Abenteuer

Es war einmal ein Raubritter namens Helmbrecht. Der gebürtige Bauernsohn wuchs – wenigstens der Legende nach – im oberösterreichischen Innviertel am Weilhartsforst bei Braunau auf. Ihm war ein treues Leben als Bauer beschert, gemäß dem Stand seiner Familie schon seit Menschengedenken.

Und so sah auch sein Vater, der rechtschaffene Bauer und Gutsverwalter „Meier Helmbrecht“, den aufgeweckten, gut aussehenden Jüngling zeitlebens schon bescheiden und fleißig in seine bäuerlichen Fußstapfen treten.

Doch der heranwachsende Spross träumte ··· >>>

SIEBEN SIEGEL. DAS GROSSE SCHWEIGEN ÜBER UNS

Es ging schleichend. Aber gleichsam – so schien es – ersonnen und orchestriert. So selbstverständlich wie lebenslang eingeübte Exerzitien nach altem Gebot. Eine verborgene Order aus weithin vergangenen Tagen. Geheimnisvoll und sagenumwogen.

Und auf einmal war es ganz still in der Welt. Als hätten die Menschen die Sprache verschluckt, als wären ihre Stimmen – von unbekannter Macht bewogen – stecken geblieben.

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Draußen

Nach vertrockneten Träumen führe ich meine Füße zum Fenster. Auf der Straße köchelt die frühe Arbeit, am Himmel neigt sich der Mond. In freien Schritten gehe ich durch die Tür, über die Treppe hinunter in den Tag, die Ruhe hinter mir.

Am Gehsteig bleibe ich stehen und die Leute gehen mir um die Ohren. Ich nippe die morgendliche Sonne zum heißen Kaffee der Seele. Das Blut rinnt schnell von Kopf bis Fuß.

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